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Rückblick auf den sechsten Oberligaspieltag

Rückblick auf den sechsten Oberligaspieltag

Der Spitzenreiter TSV Hahlen blieb auch im sechsten Spiel ungeschlagen, musste sich aber beim TuS 97 Bielefeld enorm strecken, um am Ende mit 25:28-Toren zu gewinnen. Die Überraschung des Spieltages passierte in der Sporthalle des Bünder Marktgymnasiums, als der Aufsteiger SG Bünde/Dünne dem Mitfavoriten TV Isselhorst beim 29:29-Unentschieden einen Punkt abknöpfte. Im Duell der Regionalligaabsteiger setzte sich Handball Bad Salzuflen bei der TG Hörste mit 27:33-Toren durch und bleibt in Tuchfühlung mit dem Tabellenführer TSV Hahlen. Die HSG Werther/Borgholzhausen kam im Münsterland beim ASV Senden mächtig unter die Räder. Am Ende gewann Senden mit 42:24-Toren und die HSG Werther/Borgholzhausen ziert mit 0:8-Punkten das Schlusslicht der Tabelle. Im Mindener Derby siegte der TuS Möllbergen gegen die ersatzgeschwächten Nordies mit 30:25-Toren. Die HSG Petershagen/Lahde gewann in eigener Halle mit 32:30 gegen den TuS Brockhagen und feierte den zweiten Saisonsieg. Im Herforder Derby zwischen der Reserve des TuS Spenge und dem VfL Handball Mennighüffen fielen die Tore wie reife Früchte. Am Ende siegte der TuS ganz knapp mit 40:39-Toren.

TuS Spenge 2 – VfL 40:39 (20:21)

Trotz bester Saisonleistung laut Trainer Andre Fuhr kam der VfL im Kreisderby bei der Reserve des TuS Spenge über ein 39:40 nicht hinaus und kassierte die vierte Niederlage in Folge. Beide Mannschaften lieferten sich ein Torfestival mit offenem Visier, in dem sich zunächst keiner klar absetzen konnte. Mitte der zweiten Halbzeit schafften es die Gastgeber, einen Drei-Tore-Vorsprung (28:25) herauszuwerfen. Als sich Spenge in der 48.Minute auf 32:28 absetzte, wurde schon klar, wohin die Reise ging. Diese Vier-Tore-Führung hatte auch noch in der 55.Minute beim 39:35 Bestand. Dann verkürzte der VfL durch Daniel Danowsky, Luke Heinrichsmeier und Mats Rinne bis auf 39:38. Josh Frigge traf vom Siebenmeterpunkt für Spenge, Simon Harre verkürzte eine Minute vor dem Abpfiff auf 40:39. Im letzten Angriff spielte der VfL Sieben gegen Sechs, aber Mats Rinne scheiterte mit dem finalen Wurf an Spenges Torhüter. „Im Augenblick gehen solche Würfe halt nicht rein,“ so Trainer Andre Fuhr. Torschützen: Fynn Walter (10), Marvin Vieregge (8); Mats Rinne (8), Daniel Danowsky (4), Simon Harre (3), Torben Bode (2), Vincent Wehmeyer (2), Luke Heinrichsmeier (1) und Raphael Uhe (1). Bei Spenge trafen Jannick Osha und Goswin Poerschke jeweils neunmal ins VfL-Tor.

TuS Möllbergen – Lit 1912 3 30:25 (15:13)

Beide Teams hatten mit Akteuren aus den unteren Mannschaften ihren Kader aufgefüllt und so wurde am Sonntag Handball gearbeitet. „Ein Abnutzungskampf“, meinte TuS-Trainer Andre Torge. Bei Möllbergen setzten Torjäger Dustin Streitberger, Spielgestalter Tim Kohlmeier, Innenverteidiger Rafel Kliever und Torhüter Jonas Zollitsch (alle aus der TuS-Reserve) die Akzente. „Sie haben uns sehr geholfen“, meinte Torge. Bei Lit fehlten die A-Jugendspieler, die zeitgleich im Einsatz waren. “Mit dem bunt gemischten Team gelte es, unorthodox das Maximum herauszuholen“, meinte Lit-Coach Olaf Grintz. Das gelang den Gästen bis zum 17:19 in der 38.Minute. Danach setzte sich Möllbergen ab und freute sich beim 30:25 über den zweiten Saisonsieg. „Das tut uns gut“ freute sich Andre Torge über die Punkte und die starken Schlussminuten. Bei dem TuS trafen Dustin Streitberger (8), Nils van Zütphen (6) und Edwin Lause (5) am besten. Bei Nordhemmern führten Dennis Borderding (6), Torben Meinking (5), Michael Schwarz (4) und Henry Peter Stange (4) die Torschützenliste an.

HSG Petershagen/Lahde – TuS Brockhagen 32:30 (18:14)

Während des gesamten Spiels lagen die Gastgeber in Führung und hatten die Partie im Griff. „Und dann war es plötzlich nur noch ein Tor“, meinte Trainer Heiko Breuer zur Phase, als Brockhagen den 29:24-Vorsprung der Hausherren (52.Minute) auf 29:28 (56.Minute) verkürzte. Torjäger Maarten Franke traf zweimal nur den Pfosten, die Hausherren wurden gegen die jetzt offensiv deckenden Gäste nervös. Zum Glück verstolperten die Gäste noch einen Gegenstoß und Lahde blieb vorn. Jonas Schäkel und Joel Lange beendeten mit ihren Toren die Nervenschlacht. Trainer Breuer lobte seinen Torhüter Christoph Schäkel: „Er war sehr gut und hat das Torwartduell gewonnen, das hat vielleicht den entscheidenden Unterschied gemacht“. Maarten Franke kam für die Hausherren auf neun Treffer. Bei den Gästen führten Yannick Sonntag und Jan Mescher die Torschützenliste an. Sie waren beide siebenmal erfolgreich.

TuS 97 Bielefeld – TSV Hahlen 25:28 (11:14)

„Das war ein Wahnsinnsspiel und wir haben eine tolle Teamleistung gezeigt“, meine TSV-Trainer Marius Traue. Krankheitsprobleme machte den Gästen arg zu schaffen. Unter anderem fehlte Torjäger Keanu Reimler in Jöllenbeck. “Die Ausgangslage war schwierig“, meinte der TSV-Trainer. Doch sein Team nahm die Aufgabe an und ließ sich von den langen Angriffen der Gastgeber nicht beirren. Von 7:7 löste sich der Spitzenreiter auf 9:13 und hielt den TuS bis zum 20:25 durch Maarten Kirchhoff in der 48.Minute auf Distanz. Doch danach wurde es brenzlig. Jetzt unterliefen den Gästen im Angriff Fehler und die Hausherren holten auf. In der 52.Minute traf der ehemalige Hahler Henning Koch zum 24:25. „Wir mussten einige Male in Unterzahl spielen“, benannte der mit den Schiedsrichter-Pfiffen nicht glückliche Traue ein Problem seines Teams. So schied Lasse Klöpper in der 48.Minute nach der dritten Zeitstrafe mit der roten Karte aus. Und in der Schlussphase sah auch noch Kreisläufer Louis Koch die rote Karte. Doch der TSV verteidigte seine Führung. Tjorven Wiese (27:25) und Marc Schilling (28:25) schraubten mit ihren Toren in den beiden Schlussminuten den Deckel auf den Auswärtssieg. Beim TSV Hahlen waren Maarten Kirchhoff (9) und Tjorven Wiese (8) die überragenden Torschützen. Jöllenbeck hatte in Jane Heidemann (6) und Henning Koch (4) seine besten Werfer.

SG Bünde/Dünne – TV Isselhorst 29:29 (15:16)

Die vielen Fans trauten ihren Augen nicht, als der Aufsteiger aus Bünde acht Minuten vor der Sirene ganz deutlich mit 29:24-Toren gegen den Mitfavoriten TV Isselhorst in Führung lag. Doch dann produzierten die Hausherren im Angriff etliche technische Fehler und brachten sich selbst aus dem Konzept. Und so kam Isselhorst zu einem schmeichelhaften Unentschieden, als Laurin Borren vierzig Sekunden vor dem Ende zum 29:29-Endstand traf. Trainer Arne Halstenberg meinte nach der Partie: „Am Ende fühlt sich das Unentschieden wie eine Niederlage an“. Während bei den Hausherren Arne Ransiek siebenmal erfolgreich war, trafen bei den Gästen Moritz Lünstroth und Gregor Gregor jeweils fünfmal.

ASV Senden – HSG Werther/Borgholzhausen 42:24 (16:11)

Der Tabellenletzte aus Werther hielt das Spiel genau elf Minuten lang offen. Zu diesem Zeitpunkt stand ein 5:4 auf der Anzeigetafel. Wenig später hatte Senden auf 8:4 erhöht und lag zur Pause mit 16:11 vorn. In Durchgang zwei brach das Unheil über die Gäste herein. Die zweite Hälfte gewann Senden mit 26:13-Toren. In der 37.Minute traf Erik Meyering zum 21:11 und die Gastgeber lagen mit zehn Buden vorn. Über 29:14, 33:17 und 38:22 kam der ASV zum 42:24-Kantersieg. Bei den Hausherren führten Luca Kuckhermann (8), Jakob Janssen (7), Nick Rüddenklau (6) und Erik Meyering (6) die Torschützenliste an. Für die Gäste trafen Max Kleinepähler (6), Fynn Huxohl (5) und Jonas Jürgensen (4) am besten.

TG Hörste – Handball Bad Salzuflen 27:33 (14:14)

Nach dem Kantersieg gegen Möllbergen in der Vorwoche, wollten wir am letzten Samstag bei der TG Hörste ebenfalls wieder punkten. Verzichten mussten wir dabei auf Mike Steffen (Knie) und Rouven Hübner (Krankheit). Ansonsten waren alle Mann an Board und beim Mitabsteiger ging’s los.

Wir kamen relativ schwerfällig in die Partie und nach 5 Minuten lagen wir in der Fremde bereits 4:1 hinten. In den folgenden Minuten fingen wir uns allerdings und konnten durch Florian Krüger in Minute 15 das erste Mal in Führung gehen, er erzielte das 7:8. In der Folge blieb die Partie weiter eng und keins der Teams konnte sich absetzen. Über 10:11 (21. Minute) waren wir kurz vor Ende des ersten Durchgangs 12:14 in Front. Leider konnten wir die Führung nicht mit in die Kabine nehmen und so wurden beim 14:14 die Seiten gewechselt. In der Halbzeit nahm das Trainerteam einige Umstellungen vor und wir kamen dann auch besser aus der Kabine als die Hausherren. In Minute 40 waren wir 17:21 vorne. Wir agierten geduldig mit vier Rückraumspielern und konnten so ein ums andere Mal über den Durchbruch auf einer der Halbpositionen erfolgreich sein. Jasper Mader, der in Halbzeit 2 eine überragende Leistung zeigte, erzielte in der 47. Minute das 21:26. Diesen Vorsprung konnten wir durch konzentrierte Aktionen auch in den letzten Minuten des Spiels halten und erneut Jasper Mader setzte kurz vor Ende der Partie den Schlusspunkt zum 27:33-Auswärtssieg. Trainerstimme Fabian Arning: „Wir wollten ein anderes Auswärtsgesicht zeigen als noch vor zwei Wochen in Jöllenbeck. Dies ist uns auf jeden Fall gelungen. Nach den Schwierigkeiten zu Beginn haben wir uns gefangen und konnten eine solide erste Halbzeit spielen. Im zweiten Durchgang haben wir es dann gut gemacht und vor allem Jasper Mader spielte eine tolle zweite Hälfte!“ TG Hörste: Bültmann, Schneider (Tor); Hagemann (9/1), Tarner (5/1), Bäumer (4), Steinlechner, Wölfel, Burstädt, Niemann (je 2), Lepper (1), Schröder, Schwenker, Schuster HBS: Südhölter, Laufmölller, Mühlenstädt (Tor); Mader, Anzer, F. Krüger (je 6), Ostrop (4), Dogan (3/2), ter Duis, Pöppelmeier, Heinemann (je 2), Hummerjohann (1), Timm, Sträter, Thormann, D. Krüger