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Rückblick auf den siebten Oberligaspieltag

Rückblick auf den siebten Oberligaspieltag

Der TSV Hahlen und die Reserve des Drittligisten TuS Spenge sind die Topteams der Oberliga Westfalen. Beide Mannschaften sind noch ungeschlagen und blieben auch am siebten Spieltag in der Erfolgsspur. Während der TSV Hahlen im Kreisderby gegen den TuS Möllbergen nach hartem Kampf mit 29:25-Toren siegreich blieb, gewann Spenge überraschend das Verfolgerduell bei Handball Bad Salzuflen. Die Sieben von Trainer Heiko Holtmann siegte in der Sporthalle Werl-Aspe mit 26:29-Toren. Verfolger Isselhorst musste sich mächtig strecken, um das Spiel gegen den TuS 97 Bielefeld mit 24:22-Toren zu gewinnen. Die HSG Werther/Borgholzhausen bleibt mit 0:10-Punkten Schlusslicht der Tabelle. Gegen den Aufsteiger SG Bünde/Dünne hatte die HSG vor eigenem Publikum mit 24:31-Toren klar nach Nachsehen. Der ASV Senden kommt immer besser in Fahrt. Bei der HSG Petershagen/Lahde gewannen die Münsterländer mit 28:35-Toren. Zudem gab es am siebten Spieltag zwei Unentschieden. Der VfL Handball Mennighüffen beendete in Brockhagen seine Niederlagenserie und brachte beim 25:25 einen Punkt mit nach Löhne. Und auch in Nordhemmern gab es in der Partie Lit 1912 gegen TG Hörste keinen Sieger. Am Ende stand ein 33:33 auf der Anzeigetafel.

TSV Hahlen – TuS Möllbergen 29:25 (14:12)

Mit dem Anpfiff ging es in diesem Derby sofort zur Sache. Die Gastgeber zeigten Härte in der Abwehr. Pech hatte Marten Kirchhoff, der bereits nach zwei Minuten die rote Karte sah. Er hatte Nils van Zütphen im Gesicht getroffen. Die Gäste steckten die Hahler Härte unbeeindruckt weg. Der TuS fuhr lange Angriffe und zog dem TSV den Stecker. Der Tabellenführer kam nicht gewohnt zu seinem Tempospiel und zu ebenso leichten wie zahlreichen Toren. Stattdessen leisteten die Gastgeber mühsame Abwehrarbeit. Das Spiel verflachte Mitte des ersten Durchganges und auf der rappelvollen Tribüne in der Sporthalle Hahler Feld kehrte Ruhe ein. Hahlen hatte die Partie im Griff und der Vorsprung pendelte sich zwischen zwei und vier Toren ein. In Gefahr gerieten die Hausherren nie, doch Möllbergen blieb ein zäher Gegner. TuS-Trainer Andre Torge versuchte es oft mit dem siebten Feldspieler. So kamen die Gäste, die bereits nach einer Viertelstunde ohne den mit Verletzung ausgeschiedenen Kreisläufer Kjell Watermann spielen musstem, immer wieder zu Toren und Hahlen nie zur Ruhe. Beim 25:23 war es das letzte Mal knapp. Hahlen antwortete mit einem Kempa-Tor durch Keanu Reimler zum 26:23. Als Möllbergen eine Konterchance nicht sinnvoll ausspielte, erzielte Lasse Klöpper mit einem krachenden Rückraumwurf das 27:23. „Ich bin mit der Leistung und der Körpersprache meiner Truppe zufrieden. So müssen wir immer auftreten. Wir waren hier auf Augenhöhe. Hahlen hat verdient gewonnen, aber wir haben sehr gut dagegengehalten“, meinte Möllbergens Trainer Andre Torge. TSV-Coach Marius Traue freute sich nach dem siebten Sieg und meinte; „Die zwei Punkte sind das Wichtigste heute. Wir haben es leider nicht geschafft, Tempo aufzubauen“. Während beim Tabellenführer Tjorven Wiese (9), Lasse Klöpper (4), Rouven Riechmann (4), Luca Halstenberg (4) und Keanu Reimler (4) die Torschützenliste anführten, trafen bei den Gästen Nils van Zütphen (6), William Schläger (6), Lennard Bischoff (4) und Edwin Lause (4) am besten.

HSG Petershagen/Lahde – ASV Senden 28:35 (11:18)

Die Hausherren mussten gegen Senden auf Marten Franke, Matthias Kranz und Malte Ames verzichten und konnten nur bis zum 6:6 mithalten. Senden legte danach ein 6:10 vor und setzte sich bis zur Pause auf 8:15 ab. Nach dem Wechsel erhöhte Senden mit schnellen Toren auf 13:22 und hatte die Partie vorzeitig entschieden. Die HSG vermochte den Rückstand nicht mehr aufzuholen und kassierte eine Woche nach dem Heimsieg gegen Brockhagen nun eine verdiente Niederlage in der Weserhalle.

Haupttorschützen HSG: Joel Lange (8), Fynn Röbke (5) und Niels Fuchs (5). Bei Senden trafen Jakob Janssen (9) und Matthias Hernzel (8) am besten.

Lit 1912 3 – TG Hörste 33:33 (18:17)

Es war ein wilder Schlagabtausch mit wechselnden Führungen. In der zweiten Hälfte hatte Lit mit seinen zahlreichen Jugendspielern zunächst Vorteile und führte zeitweise mit zwei Treffern. Doch beim 26:27, 30:31 und 31:32 hätte die Partie auch zugunsten der Gäste kippen können. Das verhinderten Paul Scheibe und Michel Schwarz, die zum 33:32 trafen. Doch die Gäste schafften 38Sekunden vor dem Ende durch Julius Hagemann zum 33:33-Ausgleich. Haupttorschützen Lit: Paul Scheibe (12), Paul Weinberger (5) und Jonas Tabel (5) Haupttorschützen Hörste: Julius Hagemann (14), Silas Burstedt (8) und Finn Niemann (5).

TuS Brockhagen – VfL Mennighüffen 25:25 (9:9)

Der VfL hatte am Freitagabend den freien Fall in Richtung Tabellenkeller abstoppen können. Das 25:25-Unentschieden beim TuS Brockhagen taugte allerdings nicht als Mutmacher für de kommenden Wochen. „Das war alles anderes als ein gutes Oberligaspiel. Es gab auf beiden Seiten viele technische Fehler und Ballverluste“,sagte VfL-Trainer Andre Fuhr. Am ehestens überzeugten die Gäste in der Anfangsphase. Nach dem 2:1 Brockhagens in der 5.Minute bescherte dem VfL ein 0:5-Lauf beim 2:6 (13.Minute) zunächst eine komfortable Führung. Schon zu diesem Zeitpunkt ließ der VfL eine Reihe von Chancen liegen und verpasste es, sich weiter abzusetzen. Brockhagen war über 4:6 beim 7:7 zurück und lag zum Pausenpfiff knapp vorn. Auch nach dem Seitenwechsel erwischten die Gäste den besseren Start. Zwar konnte der VfL weiterhin nicht vollends überzeugen, schob sich aber durch Tore von Marvin Vieregge und Tim Held wieder vorbei und erarbeitete sich beim 14:16 in der 44.Minute die einzige Zwei-Tore-Führung im zweiten Durchgang. Zu diesem Zeitpunkt mussten die Gäste auf ihren Torjäger Marvin Vieregge verzichten, der sich in der 40.Minute am Bein verletzte und nicht mehr eingesetzt werden konnte.Über 16:17, 17:18, 19:20 und 20:21 legte der VfL immer einen Treffer vor, der TuS zog nach und verbuchte beim 22:21 in der 55.Minute die insgesamt dritte Führung der Gastgeber. Mennighüffen glich danach zum 22:22, 23:23 und 24:24 aus. Brockhagen gelang 28Sekunden vor dem Abpfiff beim 25:24 die erneute Führung. Nach einer Auszeit und bei einer 7:5-Überzahl rettete Kapitän Fynn Walter den Gästen fünf Sekunden vor der Sirene einen Punkt. „Am Ende können wir über das Ergebnis froh sein. Insgesamt muss man aber sagen, das wir mehr mit unserer Leistung als mit dem Gegner zu kämpfen hatten“, sagte der VfL-Trainer abschließend. Haupttorschützen VfL: Marvin Vieregge (6), Fynn Walter (5) und Simon Harre (4). Bei Brockhagen führten Lennart Philipp (6) und Jannik Sonntag (5) die Torschützenliste an.

HSG Werther/Borgholzhausen – SG Bünde/Dünne 24:31 (8:14)

Für die SG Bünde/Dünne gab es den nächsten Premierenerfolg zu feiern. Das 31:24 bei der HSG Werther/Borgholzhausen war für den Aufsteiger der erste Auswärtserfolg in der Handball-Oberliga in der Vereinsgeschichte.

Die Gäste aus dem Kreis Herford waren von Beginn an voll da und lagen Mitte der ersten Hälfte beim bisher punktlosem Schlusslicht schon mit sechs Toren vorn. Auch beim Pausenpfiff führte die Truppe von Trainer Arne Halstenberg immer noch mit sechs Buden. Durch eine geschlossene Mannschaftsleistung konnten die Gäste, die wieder auf ihren Spielmacher und Torjäger Lukas Mailänder verzichten mussten, souverän ihre Führung behaupten und freuten sich am Ende beim 24:31 über ihren zweiten Saisonerfolg. Trainer Arne Halstenberg meinte nach dem Spiel: „Wir haben mit einer gehörigen Portion Leidenschaft gespielt und waren über die gesamte Spielzeit voll konzentriert. Das war ein feiner Start-Ziel-Sieg. Unser Torhüter Sören Halstenberg hat stark gehalten. Wir freuen uns über diese beiden wichtigen Auswärtspunkte. Unser Auftaktprogramm war ziemlich hart, aber danach haben wir die Aufgaben, die wir erledigen mussten, auch vernünftig gelöst und zudem gegen Isselhorst noch einen Bonuspunkt geholt“. Bei den Hausherren führten Fynn Huxohl (8) und Louis Hartmann (6) die Torschützenliste an. Bei den Gästen trafen Arne Ransiek (10), Ben Bröker (6), Nico Mailänder (4), Joel Schulz (4) und Mark-Eric Schneider (4) am besten.

Handball Bad Salzuflen – TuS Spenge 2 26:29 (12:15)

Nach dem Sieg in Hörste wollten wir zuhause gegen den Zweitplatzierten TuS Spenge einen Sieg folgen lassen. Verzichten mussten wir auf Mike Steffen (Knie) und Rouven Hübner (Krankheit). Ansonsten waren alle Jungs mit dabei und vor gut gefüllten Rängen in Aspe konnte es losgehen.
Wir kamen super in die Partie und lagen schnell mit 6:2 vorne. Fynn Sträter erzielte in der 9. Minute die 4-Tore-Führung. Wir konnten uns nicht weiter absetzen und beim 10:8 in Minute 18 war der TuS wieder in Schlagdistanz. Danach brachen wir allerdings in uns zusammen und uns gelang knapp zehn Minuten kein Tor mehr, ehe uns Nick ter Duis in der 27. Minute erlöste und auf 11:13 stellte. Zu diesem Zeitpunkt waren uns die Gäste auf drei Tore enteilt. Wir hielten zwar dagegen, konnten aber nicht näher heranrücken und beim 12:15 wurden die Seiten gewechselt.
Wir nahmen uns vor, quasi alles besser zu machen als die zweiten 15 Minuten vom ersten Durchgang. Dies gelang uns zunächst auch und beim Stand von 16:17 waren wir wieder dran. Vielen unnötigen Fehlern und Fahrkarten war es dann allerdings geschuldet, dass wir quasi nie noch näher herankamen oder die Partie drehen konnten. Wir liefen eigentlich die gesamte Zeit des zweiten Spielabschnitts einem zwei bis drei Tore-Rückstand hinterher. Über 20:23 (51. Minute) und 23:26 (56. Minute) mussten wir in eine am Ende sehr bittere, aber absolut verdiente, 26:29-Heimniederlage einwilligen.
Trainerstimme Fabian Arning: „Die Enttäuschung so kurz nach dem Spiel ist ziemlich groß. Nach den guten Anfangsminuten haben wir komplett den Faden verloren und uns in eine Lage gebracht, die nicht sein musste. Das müssen wir uns ankreiden. Die Kulisse war toll, auch deswegen bin ich brutal enttäuscht. Über die vielen Fehler könnte ich ein Buch schreiben, Spenge hingegen hat es Samstag deutlich disziplinierter gespielt als wir. Solche Fehler dürfen wir uns gegen die Top 5 der Liga nicht erlauben. Aus dem Aufstiegsrennen haben wir uns damit erst einmal verabschiedet.“
HBS: Südhölter, Mühlenstädt, Laufmöller (Tor); ter Duis (8/1), Sträter (6), Dogan (4/3), Anzer, Timm, F. Krüger, Pöppelmeier (je 2), Ostrop, Thormann, Mader, Heinemann, D. Krüger, Hummerjohann
TuS Spenge II: Müller, Hildebrand (Tor); Holtmann (7/1), Friedhof (6), Osha (5), Schindler (4), Astefanii (3) Frigge, Schürstädt, Nitsche, Poerschke (je 1), Bei der Kellen, Callenius, Hellmann, Strachau

TV Isselhorst – TuS 97 Bielefeld 24:22 (13:12)

Die Gäste aus Bielefeld traten beim TV ohne ihren Torjäger Dominik Wehmeyer an und kassierten nach spannenden sechzig Minuten ihre dritte Niederlage in Folge. In der ersten Hälfte führten die Gastgeber durchgängig, konnten sich aber nicht entscheidend absetzen und so wurden beim Stand von 13:12 die Seiten gewechselt. Nach der Pause wurde der TuS besser und freute sich beim Zwischenstand von 17:18 über seine erste Führung. Bis zum 19:20 in der 50.Minute blieb Jöllenbeck vorn, ehe die Hausherren durch einen 5:1-Lauf auf 24:21 davonzogen und das Spiel entschieden hatten.

Haupttorschützen Isselhorst: Joanthan Tölke (6), Alexander Wiese (5) und Marlon Walhorn (5). Bei Jöllenbeck trafen Adrian Boehnke (8) und Tim Lucas Ackermann (4) am besten.